von Manfred Werner
Nach über 10 Jahren Oldtimer-Fahrten ist der Staffelstab in neue Hände gelegt worden. So wurde die Frühjahrs-Tour 2026 von Gisela und Dieter Kolfenbach zusammen mit Martin Warlich organisiert. Das 3er-Orgateam führte uns vier Tage tief in die Eifel.
Das vorher unbekannte Ziel war die historische Wassermühle in Birgel, bei Jünkerath, Hillesheim und Daun. Krimi Autor Jaques Bernsdorf lässt grüßen. In dieser wunderschönen Gegend hat er seine Krimis verortet. Dienstag, 8. Juni war um 10 Uhr Treffpunkt am derzeit neuen Standort der Mayschosser Weinkellerei in Walportzheim. Pünktlich ging es über Dernau, Kalenborn und Altenahr ins

Sahrtal und auf kleinen Landstraßen durchs Ahrtal zur Burgruine Aremberg. Wir hatten eine kompetente Führung in der Dorfkirche St. Nikolaus unter der Burg. Dieses Kleinod wurde vor vielen Jahren mit Barock-Ausstattung, wie z.B. Altar, aus der Klosterruine Mariental bestückt. Danach gab es Mittagessen in der Burgschänke, die an diesem Mittag eigens für uns geöffnet hatte. Anschließend gab es einen Fototermin in einer sehr malerischen Allee hinter Aremberg.

Danach ging die Fahrt weiter über kurvige, enge, in saftigem grün stehende Eifelstraßen zu unserer Unterkunft, der „Historischen Wassermühle“ in Birgel. Wir wohnten in urig ausgestatten Fachwerkhäusern. Nach Bezug der Unterkünfte folgten Führungen durch Senfmühle, Brauerei, Schnaps-Brennerei mit Proben, Sägewerk, Backhaus und Mühle. Anschließend empfing uns ERWIN mit Hut, der Chef, mit Ehefrau und einem netten, sehr freundlichen Service-Team, das uns drei Tage bestens betreute. Das 4-Gang-Abend-Menue gab es in der Wassermühle. In romantischen Ambiente ließen wir den ersten Tag ausklingen.

Am Mittwoch, leider ein Regentag, fuhren wir nach Pelm, zur Kasselburg. In der riesigen alten Anlage gab es viel zu sehen. Zuerst stand eine Greifvogelvorführung auf dem Programm, Adler, Milane, Uhus und Gänsegeier zeigten ihre Künste. Nach der Vorführung ging es tiefer in den Wald, an schwarzen Wölfen vorbei zur Fütterung der weißen Polarwölfe.

Ein 7er-Rudel bekam pro Tag pro Wolf 1 kg Fleisch angeboten, dabei wurde das Verhalten der Wölfe erklärt. Nach dem Mittagessen im angrenzenden Lokal, bei musikalisch untermalten Wasserspielen auf der Bühne, führte uns die Reise weiter zum „Shopping“ ins Outlet des nach der Flut recht gut aufgebauten Bad Münstereifel. Nach gut zwei Stunden ging es wieder zurück über Hillesheim durch die Eifel zum Abendessen ins hoteleigene Wirtshaus.


Donnerstag hörte der Regen auf. Wir besuchten in Lissendorf, dem Nachbarort von Birgel, ein Eisenbahn-Museums-Stellwerk. Hier geht die Bahnlinie Köln-Trier vorbei. Der ehemalige Ortsbürgermeister, Herr Schun, erklärte uns im alten Gemäuer, die Vorgehensweise und Arbeit im Stellwerk. Hebel, Schilder und Bilder brachten uns die Aufgaben näher.


Manfred Heints und Martin Warlich durften ein draußen stehendes großes Signal mittels großem Hebel und Muskelkraft über sehr lange Stahlseile auf „Freie Fahrt“ und zurück auf „Halt“ stellen, inklusivem Vorsignal. Danach durften wird in einem restauriertem Schienenbus mit blauen Polstern Platz nehmen.

Unser nächstes Mittagsziel war das Salvatorianerkloster Steinfeld in Kall. Im großen Park konnten wir unsere Oldtimer repräsentativ aufstellen. Nach dem dortigen Mittagessen im Refektorium Speisesaal stand wieder eine Führung durch die barocken Kirchengebäude an.
Den Abschluss machten wir bei einem Kaffee im Kloster-Cafè
Am Freitag, dem Schlusstag, fuhren wir nach dem obligatorischen Frühstücks-Buffet im Festsaal wieder quer durch die Eifel, bei blauem Himmel mit Sonnenschein, nach Blankenheim. Unser Leader, Dieter, wählte dabei eine „Navi-Abkürzung“ über einen abenteuerlichen Feld- und Waldweg. Wieder auf der Landstraße steuerten wir die Ahrquelle an.
Vom großen Parkplatz am unteren Ende von Blankenheim stiegen wir etwa 500 m im idyllischen Ort nach oben an die vier Quellenschächte hinter einem Gittertor. Ein uriges Café bot Gelegenheit für einen kleinen Zwischenkaffee.
