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Baujahre 1993 bis 1997

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Im Juni 1993 wurde das 300 CE-24 Cabriolet gemeinsam mit den übrigen Modellen der Baureihe 124 stilistisch überarbeitet und den anderen Typenreihen angepaßt. Auffälligstes Kennzeichen der modifizierten Varianten stellte die nach dem Vorbild der S-Klasse umgestaltete Kühlermaske dar. Bei diesem sogenannten “Plakettenkühler” war der im Vergleich zur bisherigen Ausführung wesentlich schmalere Chromrahmen harmonisch in die Motorhaube integriert; der Mercedes-Stern saß wie bei den S-Klasse Limousinen auf der Haube. Nicht zu übersehen waren die Änderungen an den Leuchteinheiten: Die vorderen Blinkleuchten hatten farblose Deckgläser erhalten, und die Heckleuchten wiesen bichromatische Abdeckungen auf, die im Bereich des Blink- und Rückfahrlichts einheitlich weißgrau gefärbt waren. Das gelbe Blinklicht wurde dabei vorn wie hinten über farbige Glühbirnen erzeugt. Weitere Änderungen betrafen die Stoßfänger, deren Schutzleisten nun in der Farbe der Anbauteile lackiert waren. Die Schutzleiste des Heckstoßfängers hatte man außerdem bis zu den Radausschnitten verlängert.

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Im Rahmen dieser Modellpflege wurde das Cabriolet nicht nur optisch aktualisiert, sondern auch mit neuen Motoren ausgestattet, die bei den anderen Karosserievarianten der Mittleren Klasse bereits im Oktober 1992 eingeführt worden waren. Der 3,2-l-Sechszylinder mit Vierventiltechnik trat nun auch im Cabriolet die Nachfolge des bewährten 3,0-l-Vierventilers an. Seine Nennleistung war im Vergleich zum Vorgänger zwar gleichgeblieben, wurde aber 900 /min früher erreicht; das Drehmomentmaximum lag deutlich höher und war ebenfalls zu niedrigeren Drehzahlen verschoben. Abgas- und Geräuschemissionen konnten dadurch wirkungsvoll reduziert werden.

Als grundlegende Neuerung wurde nun auch eine Vierzylinder-Variante des Cabriolets angeboten, die mehr als 20.000,- DM billiger war als ihr Sechszylinder-Pendant. Das neue Einsteigermodell verfügte über den 150 PS starken 2,2-l-Vierventilmotor, der seit seinem Erscheinen im Oktober 1992 in der Limousine, dem T-Modell und dem Coupé der Baureihe 124 verwendet wurde.

Ausschließlich für den Export nach Italien, Griechenland und Portugal wurde das Cabriolet auch mit der 2,0-l-Version des Vierzylinder-Vierventilers ausgerüstet, der eine Leistung von 136 PS mobilisierte und bereits seit Oktober 1992 in der Exportversion des Coupés zum Einsatz kam.

Alle drei Varianten waren nun serienmäßig mit dem zuvor nur gegen Aufpreis erhältlichen elektrohydraulischen Verdeck ausgestattet, das zudem einen geänderten Innenbezug mit verbesserter Wärme- und Schallisolation erhalten hatte.

Mit dem Verkaufsbeginn der überarbeiteten Modelle trat im Juni 1993 auch für die Baureihe 124 eine neue Nomenklatur in Kraft. Analog zur S-Klasse und zur neuen C-Klasse hieß die Mittlere Klasse nun E-Klasse, und die Typenbezeichnungen folgten einem modifizierten System. Dabei war ein Buchstabenkürzel, das die Klassenzugehörigkeit dokumentierte, der dreistelligen Zahl, die nach wie vor auf dem Hubraum basierte, vorangestellt. Das “E” für “Einspritzmotor” konnte entfallen, da Vergasermotoren nun der Vergangenheit angehörten, und auf eine Verschlüsselung der ohnehin ersichtlichen Karosserievariante durch “C” oder “T” wurde ebenfalls verzichtet. Nach dem neuen Nomenklatur-System hießen die Cabriolets nun E 220 Cabriolet und E 320 Cabriolet; auf dem Typenschild waren allerdings nur Klassenzugehörigkeit und Hubraum dokumentiert.

Für den sportlich ambitionierten Cabriolet-Liebhaber stand ab September 1993 mit dem E 36 AMG eine leistungsstärkere Variante zur Verfügung, die mit einem 195 kW starken 3,6-l-Vierventilmotor von AMG ausgerüstet war. Das neue Topmodell der 124er Cabriolets hob sich durch dezent vergrößerte Anbauteile auch stilistisch von seinen weniger dynamischen Schwestermodellen ab. Frontspoiler, Seitenschweller und Heckschürze waren in Wagenfarbe lackiert und harmonisch in die Karosserieform integriert; abgerundet wurde das Bild durch die serienmäßigen 17 Zoll-Leichtmetallräder im AMG-Design.

Um auch der weniger leistungsorientierten Kundschaft ein preiswerteres Einsteigermodell anbieten zu können, wurde im März 1994 das seit Juli 1993 für den Export produzierte E 200 Cabriolet ins Inlands-Verkaufsprogramm aufgenommen. Der Preis lag nochmals gut 10.000,- DM unter der 2,2-l-Variante, dafür mussten aber im Ausstattungsumfang einige Abstriche in Kauf genommen werden: Leichtmetallräder, Lederpolsterung und Sitzheizung gehörten nicht wie bei den Schwestermodellen zum Serienumfang, sondern waren nur gegen Aufpreis erhältlich.

Die E-Klasse Cabriolets blieben als letzte Karosserievariante der Baureihe 124 noch bis Juli 1997 in Produktion. Insgesamt wurden 33.952 Exemplare gefertigt, davon 15.380 mit Vierzylinder- und 18.572 mit Sechszylindermotor.

Der Exportanteil des E 320 Cabriolets war mit mehr als 75 % überdurchschnittlich hoch, ein Umstand, der insbesondere bei den exklusiveren Modellen des Mercedes-Benz Pkw-Programms lange Tradition hat.

Quelle: Daimler-Benz Classic

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