Eine Verlängerung vom MBIG-Jahrestreffen am Bodensee
Text und Bilder: Manfred Werner
Als ich beim Stammtisch bezüglich des Jahrestreffens am Bodensee erwähnte, danach nach Meran fahren zu wollen, weil es nur noch 270 km bis zu unserem Urlaubsziel entfernt wäre, gingen direkt sechs Finger hoch, „da fahren wir mit!“ Schwups war die Sommer-Tour geboren. Da ich dieses Gebiet aus vielen Urlauben kannte, hatte ich schnell ein 4-Tages-Programm parat.
Wir starteten im Gruppeto um 10 Uhr in Friedrichshafen. Heints im 108er, 280 SE, Hajo Mülhoff mit Corina im 107er SL, Anika und Dieter Nettekoven im 124er Cabrio, Werner Ottersbach und Ute im 220 S Ponton Cabrio, Elfi und Reiner Stein im 111er Coupe, Martin Warlich und Gisela Hess in der großen 111er 230 S Flosse und Annelie und Manfred Werner in der kleinen 110er 230er Flosse.
Über Bregenz, Feldkirch, Landeck waren wir schnell hinter dem Reschen Pass am Reschen See. Der sicher vielen Urlaubern bekannte Reschen See, ist ein Stausee in 1498 m Höhe, der ein Speicherkraftwerk im oberen Vinschgau bedient. Bei der Erbauung wurde das Dorf geflutet, nur der Kirchturm ragt majestätisch aus dem See und diente schon für tausende Fotomotive. Der Reschen Pass ist zugleich eine Wasserscheide zwischen Donau und Schwarzem Meer sowie Etsch mit Mittelmeer.


Da wo der Kirchturm aus dem See ragt, machten wir eine kleine Pause. Durch das Vinschgau fuhren wir über üppige Serpentinen in wundervoller Berglandschaft bergab nach Meran und zu unserem Hotel „Braunsbergerhof“ in Lana, am Einstieg ins 40 km lange Ultental, einer Sackgasse!


Sonntagabend, wanderten wir durch die romantische „Gaulschlucht“ nach Lana in einen schönen Biergarten zum Abendessen. Das „Gaulschlucht-Ende“ beherbergte früher eine Freilichtbühne, heute ist sie eine Sportstätte.


Am nächsten Tag war wandern angesagt. Es war sehr heiß und so wurde die Route von Nord nach Süd umgelegt, kürzer und schattiger. Die Forstbrauerei in Algund wurde gekänzelt, wir wählten den Brandis Waalweg. Waalwege wurden schon im 13. Jahrhundert von den Römern als Wasserleitungen 600m bis 800m hoch im Berg für die Bewässerung der Wein- und Obstplantagen angelegt, gespeist vom Quellwasser im Berg. Die“ Waalrast“ am Weg hatte leider montags geschlossen. Wir gingen bis zum Ende des Weges und bekamen eine leichte Gischt des Wasserfalls ab, der aus ca. 50 m herabstürzte. Als Alternative fanden wir ein Eislokal in Niederlana. Abgekühlt und gestärkt konnten wir den Heimweg antreten. Am Abend genossen wir, wie an den folgenden Tagen, unser mehrgängiges Abendessen auf der Hotelterrasse hoch über Lana und dem Etschtal mit Blick auf Meran, Dorf Tirol, Schenna bis hinüber Richtung Bozen.


Dienstags ging´s wieder mit den Oldtimern los. Wir fuhren für 5,80 € über die Autostrada nach Rovereto und danach Landstraße nach Riva del Garda. Auf der Tunnelseite (östlich) weiter nach Tosclano-Maderno. Hier setzten wir mit der Fähre in zwanzig Minuten in der 1. Reihe über den Gardasee nach Torri del Benaco. Noch ein paar Kilometern nach Süden und wir waren an der Halbinsel „Punta die San Vigilio“ (noch ein Geheimtip). An der Spitze der Landzunge mit einem kleinen Naturhafen befindet sich eine Villa aus dem 16. Jahrhundert die heute ein Hotel beherbergt und einem Nudelmogul gehört. Durch eine lange Pinienallee kommen wir zur Spitze und einer Einkehr


mit grandiosem Ausblick über den See und auf die Bucht von Garda. San Vigilio gilt als einer der schönsten Flecken am Gardasee, es ist ein landschaftliches Gesamtkunstwerk. Dank meinem Charme wies uns der Parkwächter kostenlose Schatten-Parkplätze in dem großen Halbinselgarten.


Nach der Rast fuhren wir zurück über das westliche Ufer des Gardasees nach Brenzone, Malcesine und Torbole. Da die Zeit fortgeschritten war, ging es nicht über die Weinstraße, sondern wieder über die Autostrada zurück nach Lana. Am Abend wurden wir im Hotel wieder mit einem köstlichen Menü belohnt.
Der folgende Tag splitete die Gruppe auf. Wir und Hajo mit Corina nahmen die angesetzte Route über den Gampenpass nach Fondo „Italien“ (weil dort keiner mehr deutsch spricht). Oben auf dem Nach der Rast fuhren wir zurück über das westliche Ufer des Gardasees nach Brenzone, Malcesine und Torbole. Da die Zeit fortgeschritten war, ging es nicht über die Weinstraße, sondern wieder über die Autostrada zurück nach Lana. Am Abend wurden wir im Hotel wieder mit einem köstlichen Menü belohnt.
Der folgende Tag splitete die Gruppe auf. Wir und Hajo mit Corina nahmen die angesetzte Route über den Gampenpass nach Fondo „Italien“ (weil dort keiner mehr deutsch spricht). Oben auf dem Gampen“ wurde Speck „geladen“ und in Fondo etwas tiefer im Land, in einem großen Molkerei-betrieb Käse, alle zu sehr moderaten Preisen und köstlich für eine Marende. Auf dem anschließenden Mendelpass ging es über 15 Kehren zum Kalterer See, der der wärmste Bergsee der Alpen sein soll. Die anderen Gruppenmitglieder haben direkt den kürzesten Weg zum See gewählt, um dort zu baden. Der Kalterer See ist 1,8 km lang, 900 m breit, liegt auf einer Höhe von 216 m und ist im Schnitt nur 5,5 m tief. Auf dem Heimweg sind wir wieder mit Hajo und Corina durch die Weingebiete von Epan und Nales und den Apfelplantagen entlang der Südtiroler Weinstraße nach Lana gefahren.

An allen Tagen war es über 30°, so machte am letzten Tag jeder nach seinem Gusto. Wir nutzten die kostenfreie Fahrt für Bus und Bahn mit unsere Gästekarte und fuhren nach Meran und Bozen. Die restlichen Teilnehmer tummelten sich heute am Hotel-Pool.


Freitags starteten wir die Heimreise. Hajo und Corina sind zurück zum Bodensee weil sie dort lebt. Martin fuhr mit Gisela in 13 Stunden durch bis nach Hause. 4 Fahrzeuge fuhren über „Kloster Irsee“ 2 Tage zurück und wir verbrachten noch drei Tage am Tegernsee. Über die Brenner Landstraße, Inntalstraße und Achenpass kamen wir mit Pause nach gut 5,5 Stunden in Rottach-Egern an.


Wir besuchten noch einige „Bayerische Spektakel“ und Manuel Neuers neue Hütte „Valepp“. Am letzten Tag nahmen wir die Autobahn und kamen nach einer schönen Sommer-Tour wie alle anderen Teilnehmer wohlbehalten und glücklich zu Hause an.




Die Südtirol-Tour war ein spontaner 4-Tages-Anschluss an das MBIG-Jahrestreffen 2025 in Friedrichshafen am Bodensee. Mit sieben Oldtimern steuerten wir Südtirol an.





