Von Uwe Dauber
Bei bestem Frühlingswetter konnten wir vom Stammtisch ein kleines Jubiläum begehen, das 35. Mercedes-Treffen in Darmstadt.
Auf unseren Flyern hatten wir ausdrücklich Cabriolets eingeladen, um sozusagen gutes Wetter für die anstehende Oldtimersaison zu beschwören. Die für offene Fahrzeuge reservierte Fläche auf dem Karolinenplatz war bald gefüllt. Der Bogen spannte sich vom Vorkriegs W 136 Cabriolet B zum CLK A 209.
Apropos gut gefüllt, dieses Jahr gab es einen Rekord mit rund 180 teilnehmenden Fahrzeugen.
Selbst die Reservefläche zwischen Landesmuseum und ehemaligen Theater (Mollerbau) war voll belegt. In der Vergangenheit waren es bei gutem Wetter bestenfalls 100 bis 120 Sternenkreuzer.
Es tummelten sich fast alle Baureihen ab 1945 in allen Karosserievarianten auf dem Platz. Ein früher Unimog U 411 von 1962, ein T1 207 D von 1983 (BR 601) und als Rarität der SGS St. Topez von Ralf Weber.
Eine der ca. 45 „Targa-Cabriolet-Limousinen“, die von der Styling Garage Schenefeld auf Basis des W 201 gebaut wurden. Offensichtlich gebrauchte und noch im Gebrauch befindliche
Alltagshelden standen neben vielen sorgsam herausgeputzten Schönheiten.
Zum Dauerbrenner hat sich in den letzten Jahren das Thema Catering entwickelt. Auch dieses Jahr erhielten wir auf etliche Anfragen wieder Absagen. Konnten die einen Caterer wegen anderer Verpflichtungen nicht, scheuten andere das Risiko von Umsatz und Ertrag. Wir sahen uns schon Würste kochen und Getränke verkaufen… Aber das Glück ist mit den ….
Auf Grund eines Tipps haben wir den CVJM Eberstadt angesprochen (Christlicher Verein Junger Menschen (CVJM) Darmstadt Eberstadt e.V.; www.cvjm-eberstadt.de). Im Sinne des guten Sterns auf allen Straßen konnten wir es nicht besser treffen. Ein Küchenwagen auf dem Fahrgestell eines Mercedes-Benz L 311 von 1955, der als Feldküche einstmals beim Bundesgrenzschutz (BGS) seinen Dienst versah.
Mit Eifer und Freude haben uns Jugendlichen vom CVJM (natürlich unter erfahrener Führung) mit warmen Würstchen und kalten Getränken versorgt.
Als Sponsor war wieder die Classic-Abteilung des Autohauses Heinrich Göbel GmbH, Langen dabei (www. mb-goebel.de/classics/). Sie präsentierte sich mit drei Fahrzeugen auf eigenem Stand. Ein R 107, ein C 107 im Rally-Trimm und ein LP 808 der 2. Serie (1977-1984) mit Fahrzeugtransportaufbau.
Weiterer Sponsor war der auf Oldtimerversicherung spezialisierte Anbieter BELMOT vertreten durch Ralf Stumpfernagel (www.belmot.de).
Dieses Jahr konnten wir auch wieder Götz Langer und den Mercedes-Benz Modellauto-Club (MBMC) mit eigenem Stand begrüßen (https://mbmc.mercedes-benz-clubs.com/).
Martin Obermann warb mit einem S 124 300-24 TE der Oldtimerspendenaktion für die Lebenshilfe Gießen (www.oldtimerspendenaktion.de).
Essers hatten im letzten Jahr wohl gefallen am Standdienst gefunden und übernahmen ihn dieses Jahr wieder. Unter anderen unterstützten sie Andreas Beßler und Eberhard Nitzsche. Es wurde eine Auswahl der aus dem Clubshop bekannten Produkte angeboten. Daneben gab es einen kleinen Teilemarkt.
Auch in diesem Jahr erhielt jeder Teilnehmer am Zelt wieder für den abgegeben Anmeldezettel einen Erinnerungsaufkleber.
Auf den Bierbänken rund um den Stand saßen Teilnehmer und Besucher zum Plausch oder um sich mit Essen und Trinken zu stärken.
Am frühen Nachmittag wählten Mitglieder eines Mal- und Zeichenkurses unsere schönen Sterne als Objekte ihrer künstlerischen Bemühungen.
Wie immer ist der Höhenpunkt des Treffens die Vergabe von Pokalen an Teilnehmer.
Gegen 15 Uhr übergab unser Stammtischleiter Carsten Becker die Pokale an die Gewinner der drei Kategorien, ältestes Cabrio, weiteste Anreise und Wahl der Jury.
Der Preis für die weiteste Anreise ging wie im letzten Jahr an Sven Göckes aus Augsburg mit seinem 300 CE der Baureihe 124 in perlmuttgrau aus 09/1990.
Den Pokal für das älteste Cabriolett-Fahrzeug erhielt Armin Schwenda für seinen W 136 Cabriolet B von 1936.
Den „Jury“-Mercedes-Oldtimer auf dem Platz bestimmte dieses Jahr eine Jury bestehend aus Wolfgang Kalbhenn (Mitautor des Fachbuchs zur Geschichte der Entwicklung des C 111), Thomas Henze (Leiter der Classic-Abteilung des Autohauses Heinrich Göbel GmbH), Lutz Köhler (Erster Kreisbeigeordnete / stellvertretender Landrat des Landkreises Darmstadt-Dieburg) sowie unserem Vorstand Martin Obermann.
Ihre Wahl fiel auf das 220 S Ponton Coupé von Frank Uhlig. Frank hat eine Vorliebe für Oldtimer die weniger dem Zeitgeist entsprechen. Sein Ponton Coupé ist deshalb ungewöhnlich, weil es auf Basis einer Limousine in Australien umgebaut wurde. Er hat es vor einigen Jahren im Internet entdeckt und folgte seinem Rufen „Kauf mich“.
Es war ein gelungenes Treffen. Wir vom Orga-Team haben uns über alte Bekannte, viele neue Gesichter und Sterne und die in diesem Jahr zahlreichen interessierten Besucher gefreut.
Teilnehmer und Besucher hatten wieder die Gelegenheit Freunde zu treffen und Erfahrungen auszutauschen, ihre Leidenschaft zu den zeitlosen Mercedes-Benz-Fahrzeugen zu teilen.
Danke an alle Helfer, Sponsoren und Teilnehmer, die dieses Treffen zu etwas Besonderem gemacht haben.
Wir freuen uns jetzt schon auf 2027.





























