Im Januar 2026 haben Tina und ich, durchaus mit Respekt vor der Aufgabe, unseren ersten Stammtisch in Nürnberg abgehalten. Doch Nervosität – wird der Stammtisch angenommen oder nicht – war nicht angebracht, denn schon am ersten Abend hatte sich ein Kreis von 12 Sternenfreunden eingefunden. Nicht allein MBIG-Mitglieder, auch Mercedes Liebhaber die in einem anderen Club aktiv sind, bzw. bei weiteren Treffen auch Teilnehmer und Teilnehmerinnen, die nicht organisiert sind, haben unseren Stammtisch positiv erweitert.
Zwischenzeitlich haben fünf Treffen stattgefunden und sich auch schon Freundschaften gebildet. Für Tina und mich sind diese positiven menschlichen Kontakte das Salz in der Suppe, wenn man sich zunächst über das gemeinsame Hobby kennenlernt und dann noch andere Gemeinsamkeiten feststellt und diese dann in Freundschaften münden.
Wir hatten in unserer Vorstellung bei der Neugründung des Stammtisches im Netz und im Ponton Kurier ja schon erwähnt, dass wir beabsichtigen, die eine oder andere Ausfahrt zu organisieren. Am Pfingstmontag, 25. Mai.2026 war es dann soweit. Tina und ich hatten eine kleine Tour zusammengestellt, bei denen die Etappen nicht allzu lang waren und auf denen man an den Zwischenstopps auch Zeit hatte sich kennenzulernen.
Um 11 Uhr trafen 13 Fahrzeuge unterschiedlichster Baureihen (W 108, W 113, W 120, W 123, W 124, W 126, W 202 und eine G-Klasse) mit 23 Personen (und einem Hund 😊) auf einem Parkplatz ein. Viele von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kannten wir nicht, da sie über Mund zu Mund Propaganda von dem Treffen erfahren haben. Aber auch hier zeigte es sich, dass schon die Gemeinsamkeit über unsere geliebten Sternenklassiker eine sehr gute Grundlage für einen gelungenen Tag bilden. Die Teilnehmer kamen nicht allein aus regionaler Nähe, sondern auch Sternenfreunde aus weiter entfernten Orten – Greding, Kelheim – durften wir begrüßen. Tina hatte sich, sozusagen zur Feier der ersten Ausfahrt, eine kleine Begrüßungscocktail überlegt und wir servierten alkoholfreien Aperol-Lemon. Die Idee kam gut an und die heißen Temperaturen wurden damit erträglicher.
Das Wetter spielte fantastisch mit. Wie heißt es so schön – wenn Engel reisen!
Die erste Etappe (ca. 40 km) bis zu unserem Zielort – der Gaststätte Grottenhof bei Neuhaus an der Pegnitz – konnten wir trotz Baustellen mit Ampelschaltungen in einer guten Stunde erreichen. Die Stecke führte zu einem guten Teil im malerischen Tal der Pegnitz entlang. Die Straße mäanderte parallel zum Fluss entlang und wir unterquerten dabei häufig Brücken, die schon seit mehr als 100 Jahren ihren Dienst versehen. Diese Route gab immer wieder den Blick frei auf malerische, z. T. kleinste Ortschaften und idyllische Flusspanoramen. In der Gaststätte Grottenhof war gut für unser leibliches Wohl gesorgt und wir konnten auf einer schön gelegenen Terrasse den Blick ins Tal genießen. Leider war – wie eigentlich geplant – ein Foto mit all unseren Lieblingen auf dem Parkplatz vor der Gaststätte nebeneinander nicht möglich, da viele Menschen den Tag genutzt haben um die Natur zu erkunden. Wer könnte es ihnen aber verdenken. Für Abkühlung ist beim Grottenhof übrigens gesorgt. In der Nähe befindet sich die Maximiliansgrotte, eine Tropfsteinhöhle, sicherlich ein guter Temperaturgegensatz zu den Temperaturen am Pfingstmontag mit über 30 Grad. Noch ein anderer Grund macht die Reise in diese Gegend für Sternenfreunde lohnende – Martin Guggemos Werkstatt ist nur ca. 2 Kilometer von der Gaststätte Grottenhof entfernt.
So gestärkt nahmen wir dann unsere zweite Etappe (ca. 47 km) in Angriff – wir fuhren über Pottenstein nach Muggendorf, einem kleinen Ort an der Wiesent. Dieses z. T. sehr enge Tal ist touristisch sehr erschlossen, da hier viele besuchenswerte Orte sind – ein Skywalk, verschiedenste Tropfsteinhöhlen, tolle Wanderwege, eine Burgruine um nur einige zu nennen. Aber trotz des regen Verkehrs waren wir in einer weiteren guten Stunde an unserem Rastplatz – der kleinen Wirtschaft „Brückla“ in Muggendorf. Das Lokal ist direkt neben der Wiesent gelegen und man konnte Kanufahrer beobachten, welche die, zumindest in diesem Bereich gemächlich fließende Wiesent zur Entspannung nutzten. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die Museumseisenbahn „Dampfbahn Fränkische Schweiz“. Wir hatten das Glück Züge in Aktion erleben zu können und haben einem Zug (der Zug unter anderem aus Donnerbüchsen und MCCi wurde durch eine BR 64 gezogen) auf dem Weg zur Gaststätte überholt. Sozusagen Oldtimer der Schiene trifft Oldtimer der Straße.
Nach einem erfüllten Tag machten sich die Teilnehmer wieder auf die Heimreise. Zum größten Teil separat, für diejenigen aber, die noch eine kleine Abschlussrunde fahren wollten haben wir uns einen landschaftlich schönen Rückweg durch Franken über Ebermannstadt, Pretzfeld, Egloffstein, Gräfenberg in Richtung Nürnberg überlegt.
Der Tag hat Tina und mir sehr gut gefallen! Wir planen weitere Ausfahrten durchführen und haben auch schon Ideen. Ein Stammtischfreund hat sich darüber hinaus bereit erklärt ebenfalls eine Tour mit uns zu organisieren. Ein anderer will uns in die Geheimnisse des Roadbooks einweihen.
Wir freuen uns, dass sich eine so tolle Gruppe entwickelt hat. Neue Sternenklassiker, auch Nicht-MBIG Mitglieder, sind herzlich willkommen! Unser Stammtisch findet immer am 3. Freitag des Monats im Grünen Baum, Nürnberg – Neunhof statt (Ausgenommen sind Brückentage). Kontaktanfragen über Whats App – 0157 75777041 oder telefonisch 0911 54430903.
In diesem Sinne und mit rostigen Grüßen
Tina und Felix













