Bilder und Text: Felix Alfermann
Nachdem wir so einzigartige schöne Erlebnisse und Stunden im September 2023 mit unseren Pontonfreunden in Franken und der Oberpfalz verbringen konnten, war es Tina und mir sehr schnell klar, dass wir so ein Treffen erneut abhalten wollten. Natürlich haben wir dies nicht aus eigener Vollkommenheit beschlossen, sondern unsere „Pontonesen“ befragt, ob Interesse besteht. Dies wurde zu unserer Freude bestätigt.
Als Ort des Treffens – auch dies war schnell klar – wollten wir Regensburg auswählen. Mit dieser Stadt sind wir beide verbunden und ich habe wunderschöne Stunden bei meiner geliebten Großmutter verbracht, die auf einer Donauinsel in dieser geschichtsträchtigen Stadt gewohnt hat, in der auch mein Vater zur Schule gegangen ist und mein Großvater in einem Vorort Lehrer war.
Anders, als bei unserem Treffen 2023, war in Regensburg das Problem eine Unterkunft zu bekommen, bei der eine ausreichende Anzahl Stellplätze beim Hotel gegeben waren.
Unsere ersten Planungen liefen deshalb darauf hinaus, außerhalb von Regensburg zu nächtigen. Dies hätte aber zur Folge gehabt, dass wir beim Besuch der Stadt mit unseren vierrädrigen Lieblingen noch größere Schwierigkeiten gehabt hätten, um für sie ausreichend Parkplätze zu bekommen, da ich – schon allein wegen der Entfernung nach Regensburg – nicht so gute Kontakte hatte, wie 2023 in Nürnberg.
Der Zufall brachte uns mit einem Pontonfreund. Ralf Schäfer, in Kontakt, der aus Bad Abbach kommend in Regensburg eng vernetzt ist und über seinen Oldtimerstammtisch den Hotelmanager des Hotels Central – Ralph Schleupner – kannte.
Dieses Hotel liegt zentral in Innenstadtnähe und bietet auch eine entsprechende Anzahl von Parkplätzen bzw. Tiefgaragenplätze, so dass unsere Pontons gut und sicher stehen konnten.
Dieses Mal hatten Tina und ich geplant, das Treffen schon am Mittwoch mit der Anreise zu beginnen, um so am Donnerstag den ganzen Tag für die Besichtigung von Regensburg nutzen zu können.
Man lernt ja dazu, denn 2023 war die Zeit für ein Kennenlernen von Nürnberg viel zu kurz und letztendlich für alle Teilnehmer viel zu stressig. Dies wollten wir für Regensburg vermeiden. Die Pontonfreunde haben unserem Vorschlag zugestimmt.
So konnten wir entspannt am 17. September in Regensburg unser Hotel beziehen. Wie beim Treffen zuvor, waren Pontonfreunde auch schon vorher angereist. Den Abend des Ankunftstages haben wir genutzt um bei einem Imbiss unser Treffen zu beginnen und uns gemeinsam auf die nächsten Tage einzustimmen.
Zu unserer großen Freude sind 14 Pontons aus ganz Deutschland und sogar aus den Niederlanden angereist. Auch ein Pontonliebhaber aus England ist zu diesem Treffen gekommen. Er ist zwar ohne sein Fahrzeug in Regensburg dabei gewesen, doch konnte er in unterschiedlichen Fahrzeugen an unseren Touren teilnehmen. Wir haben uns auch sehr über die Teilnahme von Martin Guggemos, Inhaber der Firma „Günter Lehmann, Mercedes-Benz-Klassiker“, mit seinem 280 G gefreut. Wie es der Zufall ergab, konnte er dann auch einem Pontonfreund bei dem Problem mit den Bremsen hilfreich zur Seite stehen.
Hinsichtlich der Lokalitäten in Regensburg kam uns zu pass, dass einige gute Speiselokale in fußläufiger, relativer Nähe zu dem Hotel lagen, so dass wir abends unsere vierrädrigen Freunde nicht noch einmal bemühen mussten.
Am Donnerstag, den 18. September begannen wir die Besichtigung mit einer Führung durch das Schloss Thurn & Taxis.
Diese Führung kann jedem, der sich für die Geschichte dieser wunderschönen Stadt interessiert, nur empfohlen werden. Sie dauert ca. 80 – 90 Minuten und man erfährt viel über das Schloss, das ja vor der Säkularisation 1803 eine Benediktinerabtei war. Die wunderbare Kirche St. Emmeram legt Zeugnis über die vielhundertjährige Geschichte dieses ehemaligen Klosters ab. Die Familie Thurn & Taxis erhielt das Anwesen 1812 als Entschädigung für den Verlust ihrer Postrechte und baute es 1816 zu ihrer Residenz um.
Im Anschluss, nach einem kleinen Imbiss, haben wir Regensburg besichtigt und dabei nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten besuchen können. Die überwiegend sehr gut erhaltene Altstadt mit den größtenteils gut restaurieren Gebäude lässt einen durch viel verwinkelte Gassen immer wieder neue Eindrücke gewinnen. Der Dom als prägendes Bauwerk, aber auch das Rathaus, die Steinerne Brücke die vielen kleineren und größeren Plätze lassen den Besucher in die Geschichte abtauchen. Regensburg wird nicht zu Unrecht als nördlichste Stadt Italiens bezeichnet.
Am Freitag, den 19. September haben wir dann das Umland von Regensburg mit einer Tour erkundet bei der unsere Pontons uns wieder begleiten durften.
Unser erster Ausflug führte nach Kelheim. Hier haben wir das Schiff bestiegen und sind nach Kloster Weltenburg, durch den sogenannten Donaudurchbruch gefahren. Eine entspannende Reise in toller Natur, die wir zudem bei prachtvollem Wetter, das uns bei dem gesamten Aufenthalt in der Region begleitete, genießen konnten. Dort nutzten wir die Zeit, einerseits um uns in der Klosterbrauerei und Gastwirtschaft zu stärken. Neben den kulinarischen Genüssen, konnten wir auch das wunderschöne Kloster besichtigen. Die Kirche wurde von C. D. Asam als Architekt maßgeblich gestaltet. Sein jüngerer Bruder, der Stuckateur E. Q. Asam arbeitete unter anderem an der inneren Kuppelschalung mit, der Sohn von C. D. Asam, E. F. Asam vollendete 1745 mit dem Deckengemälde im Vorraum das Werk.
In Kelheim ist – ebenfalls von Ludwig I – die Befreiungshalle gestiftet worden. Leider konnten wir diese wegen der doch begrenzten Zeit nicht besuchen. Vom Hafen in Kelheim kann man diese wunderbar auf einer Anhöhe gelegen bestaunen. Auch bei der Fahrt nach Kloster Weltenburg ist dieses Bauwerk mit vielfältigen Sichtbeziehungen zu bewundern.
Da uns bekannt war, dass – auch außerhalb der Ferienzeiten – der Parkplatz an der Schiffsanlegestelle sehr gut besucht ist, haben wir Kontakt mit der Stadt Kelheim aufgenommen, die uns ein kleines Areal absperrte, um unsere Pontons dort abzustellen. Auch die Parkgebühren konnten wir vorab begleichen, sodass wir ohne den üblichen zeitlichen Druck zum Schiff gelangten. Eine Buchung der Plätze auf dem Schiff ist einer größeren Gruppe zwingend empfohlen. Manche Fahrten fallen auf Grund von Niedrigwasser aus und durch die Reservierung kann man so leichter umbuchen. Es war ein toller Service, der uns in Kelheim durch die beteiligten Stellen und Firmen gewährt wurde! Ein wenig unter Druck kamen trotzdem, da wegen des Niedrigwassers die Anlegestelle des Schiffes – Ludwig der Kelheimer – verlegt wurde und die neue etwas abseits gelegen war.
Den Rückweg von Kelheim in unser Hotel haben wir genutzt. um einen Umweg über die Altmühl – diese mündet bei Kelheim in die Donau – oder sollten wir lieber sagen, am ausgebauten Rhein Main-Donau-Kanal vorbei über das Hinterland zu nehmen, um Eindrücke der Gegend zu gewinnen.
Am Samstag, den 20. September wurde ein weiteres Mal das Umland von Regensburg erkundet.
Zunächst fuhren wir zur Walhalla, die durch König Ludwig I von Bayern erbaut wurde. Es ist als Gedächtnisort für verdiente deutsche Männer und Frauen in den Jahren 1830 – 1842 entstanden. Als bauliches Vorbild diente der Parthenon in Athen. Der Architekt war Leo von Klenze. Er hat unter anderem auch die Ruhmeshalle und die alte Pinakothek und die Befreiungshalle in Kelheim entworfen. Beim Betrachten dieses imposanten Bauwerks wähnt man sich im alten Griechenland. Kunststück – ist eines der bekanntesten Bauwerke des Klassizismus in Deutschland.
Im Anschluss fuhren wir nach Kallmünz. Dieser kleine Ort liegt malerisch am Zusammenfluss von Vils und Naab. Hier lebten auch kurze Zeit die beiden Künstler Wassely Kandinski und Gabriele Münter, die Teil der Künstlergruppe „blaue Reiter“ waren. Wenn man mit offenen Augen durch den kleinen Ort schlendert, sieht man an vielen Ecken, dass noch jetzt die Kunst hier zu Hause ist.
Da es in diesem kleinen Ort eher schwierig ist, einen Parkplatz zu ergattern, haben wir vorab versucht, uns in Kallmünz einen Platz für unsere Oldies zu sichern. Per Zufall sind wir mit den Oldtimerfreunden Kallmünz in Kontakt gekommen, die am Ortsrand eine kleine Liegenschaft mit Parkmöglichkeiten hat. Dieses Vereinsheim ist allein durch die Mitglieder gebaut worden und bietet vielfältige Möglichkeiten für ein reges Vereinsleben. Die Kallmünzer Oldtimerfreunde ermöglichten es uns sogar, dass wir sehr zentral in der Ortsmitte unsere vierrädrigen Freunde abstellen konnten. Ganz herzlichen Dank an die Oldtimerfreunde – an den 1. Vorstand Josef Brettner und seine Mitstreiter. Wir konnten bei der Gelegenheit auch ein sehr schönes Museum mit allerlei Gegenständen des Vereins, von denen man heutzutage gar nicht weiß für was sie nütze sind besichtigen. Zudem – ein Mercedes war auch ausgestellt – eine Mercedes Schreibmaschine. Zwei Mitglieder der Gruppe haben auch jeweils einen wunderschön restaurierten Ford Typ A von 1930 in ihrem Besitz. Unser Pontonkonvoi vom Vereinsheim ins Zentrum wurde vom Vorsitzenden in seinem roten Ford standesgemäß angeführt.
Der Rückweg nach Regensburg erfolgte an der Naab zur Mündung in die Donau. An dieser entlang fuhren wir zu unserem Hotel.
Zwar ist die Vorbereitung einer solchen, auch schon von den ursprünglichen Planungen her als kleines Treffen, geplanten Zusammenkunft mit etwas Engagement verbunden. Doch ist dies für uns Teil des Hobbys, Teil der Beschäftigung mit unserem vierrädrigen Kulturgut. Und vor allen Dingen, da unsere Gruppe ja überschaubar ist und wir uns schon viele Jahre kennen und schätzen und über die Pontons hinaus Freundschaften entstanden sind, war und ist es für Tina und mich eine Herzensangelegenheit uns hier einzubringen.
Von daher – wir würden es immer wieder tun und – hier verrate ich nicht zu viel, es bestehen schon weitere Ideen für ein weiteres Treffen, aller Wahrscheinlichkeit nach im Jahr 2027. Diesmal werden die Planungen von anderen Pontonliebhabern unserer Gruppe durchgeführt. Tina und ich freuen uns sehr, wieder Teil dieser wunderbaren Gruppe sein zu dürfen und gemeinsam mit den Freunden neue Gegenden kennenzulernen und schöne Stunden mit besonderen Menschen verbringen zu können.
Sie erhalten eine Kopie an die von Ihnen angegebene E-Mail-Adresse. Nach erfolgreicher Bearbeitung buchen wir den Jahresbeitrag ab und bestätigen die Mitgliedschaft.
Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von Vimeo. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.
Mehr InformationenSie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen