Mercedes-Benz 300SE – S-Klasse W126
Es ist viel Geld und noch mehr Schweiß in dieses Fahrzeug geflossen. In den letzten Jahren wurde es kaum noch bewegt – höchstens zwei Tankfüllungen pro Jahr. Die S-Klasse wurde vom Fahrzeug zum Stehzeug, was ihr nicht gerecht wird. Auch aus persönlichen Gründen möchte ich meinen Fuhrpark verkleinern – simplify your life.
Der 300SE war mein erster Oldtimer. Ein wunderschönes Auto, in das ich nicht nur Herzblut, sondern auch viel Zeit und Geld investiert habe. Es folgten andere Fahrzeuge – ein W124 260E, zwei W201, dazu für Freunde ein R107, ein 500SEL und ein BMW Z3. Aber diese S-Klasse hat einen besonderen Platz eingenommen.
Zum Fahrzeug:
Alle typischen Roststellen der Baureihe wurden gründlich überarbeitet – inklusive Konservierung. Hier wird so schnell nichts mehr rosten.
Folgende Arbeiten wurden u. a. durchgeführt:
• Komplettüberarbeitung des Unterbodens
• Überarbeitung des Heckscheibenrahmens (eine bekannte Schwachstelle beim W126)
• Achsen überholt, alle Gummis erneuert, Teile entrostet und überarbeitet
• Stahlschiebedach inkl. Antrieb erneuert – mit Originalteilen (Kostenpunkt allein hierfür rund 4.000 €)
• Innenraum auf Leder umgerüstet, Sitze verstärkt („weniger Sofaeffekt“)
• Originale Alufelgen aufbereitet, mit zulässiger 225er Bereifung versehen, siegt satt aus
• Komplettlackierung bis auf das Dach
• Spur frisch eingestellt
Das Fahrzeug hat in den letzten 13 Jahren kein winterliches Salz gesehen, selbst Regenkontakt wurde weitgehend vermieden.
Technische Upgrades:
Das originale Mercedes-Benz-Radio wurde intern auf Bluetooth umgerüstet – optisch original, die Titel lassen sich per Kassettentasten steuern. Zusätzlich wurde in der Mittelkonsolenbox ein USB-A- und USB-C-Anschluss installiert – unauffällig und praktisch.
Investitionen:
• Ersatzteile: ca. 11.500 €
• Reparaturen: ca. 13.000 €
• Wartung und Zubehör: ca. 3.600 €
→ Rechnungen sind vorhanden und werden mitgegeben.
Bekannte kleinere Mängel:
• Fondbeleuchtung funktioniert nicht richtig (dürfte lösbar sein)
• Knarzen an der Vorderachse (bin ich dran, die Lager des Stabes zu wechseln)
• Beim Umbau der Sitze wurden nicht identische Modelle verwendet (Anfängerfehler):
→ Lehnenverstellung seitenverkehrt,
→ Kopfstützen ohne Funktion – ein Fall für den Elektriker
Fazit:
Ein ehrlicher W126 in außergewöhnlichem Zustand. Nach Oldtimermaßstäben sicher eine gute 2, eher 2+.
HU/AU gültig bis 07/2026.
Ich wünsche dem neuen Besitzer viel Freude – und vielleicht fährt er den Wagen ja öfter als ich.